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15.30h

Fotografie-Arbeit, entstanden im Rahmen des Coronavirus-Lockdowns 2020.

 

Der Freitag, 13.03.2020, hat alles geändert. Es war auch der Tag an dem das Projekt 15.30h begann.

Der Alltag zerfiel. Und das wollte ich festhalten.

Darum habe ich täglich um genau 15.30 Uhr, eine Aufnahme mit meinem Smartphone gemacht.

Die intimen Bilder geben nicht nur Einblick in mein Leben, sondern sind auch Zeuge all jeder banalen Situationen des täglichen Lebens, der bleiernen Langeweile, der schreienden Natur rund ums Haus, dem sportlichen Entrinnen, der sozialen Kleinstform Familie, der verzweifelten Isolation.

Die Arbeit wird von einer Tonspur aus Geräuschen, Mitschnitten und Atemzüge aus dem Lockdown-Alltag begleitet. Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen…. Was selbstverständlich klingen mag, bedeutet in einer Zeit, wo das Coronavirus unser Leben und Alltag bestimmt, ein lebenswichtiger Rhythmus. Das wiederholte ein- und ausatmen als Hauptelement der Tonspur wird mit den Alltagsgeräuschen geschnitten. Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen, einatmen aus…

Das Projekt endete am 11. Mai 2020.

 

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